
Nach 175 Jahren wieder in altem Glanz
Nach nur 20 monatiger Restaurierungszeit wurde am 8.Mai 2010 das neogotische Grabmal des ehemaligen langjährigen Salinendirektors Johann Andreas Bischof ( 1765-1832 ) auf dem alten Friedhof in Bad Dürrenberg wieder enthüllt. Neben dem evangelischen Pfarrer, Vertretern vom Heimatbund und vielen Bürgern unserer Stadt, waren einige Nachkommen des Geehrten zugegen.
Sie legten mit ihren Spenden den finanziellen Grundstein zur Sanierung des Grabmales. Viele weitere Einzelspenden sorgten für den Fortgang der Arbeiten. Wir als Heimatbund erbrachten Eigenleistungen und sammelten Geld während der Gradierwerksführungen. Darüber hinaus beteiligten sich der Landkreis, der VDI sowie die Stadt Bad Dürrenberg an der Finanzierung des Vorhabens. Unsere Stadt hat damit gezeigt, dass ihr die Bewahrung der Geschichte am Herzen liegt. Insgesamt wurden ca. 16 000 Euro aufgewendet, und damit ein Gußeisendenkmal aus der Schinkelschen Zeit ( 1835 ) für die Zukunft erhalten.
Neben den großen Leistungen von Johann Andreas Bischof für die Saline Dürrenberg, sollen auch die Pionierleistungen des Schöpfers des Grabmales Carl Andreas Bischof gewürdigt werden. Dieser erbaute bereits im Alter von 17 Jahren im Jahr 1829 das erste Automobil mit Dampfmaschine in Deutschland und ließ dies auf „freien Wegen“ fahren.
Das Grabmal entstand nach seinem Studium während der Zeit als Hüttenmeister in der Einsiedelschen Gießerei in Lauchhammer. Hier wurden auch die für die Restaurierung des Grabmales erforderlichen Neuteile gegossen. In die Zeit seiner späteren Tätigkeit als Hüttenmeister in Mägdesprung fällt auch die Mitbegründung des VDI in Alexisbad im Jahr 1856.